WEIHNACHTSBOTSCHAFT von Seiner Eminenz LEONID, Metropolit von Klin, Patriarchalexarch von Afrika - Das Patriarchalexarchat von Afrika
RUS | ENG | FRA | SWA | DEU | عرب | Ελλ

WEIHNACHTSBOTSCHAFT von Seiner Eminenz LEONID, Metropolit von Klin, Patriarchalexarch von Afrika

WEIHNACHTSBOTSCHAFT 

von Seiner Eminenz LEONID,

Metropolit von Klein, Patriarchalexarch von Afrika, 

an die Geistlichen und Laien des Patriarchalexarchats von Afrika 

und der Diözese von Armenien und Erevan der Russischen Orthodoxen Kirche 

Im Herrn geliebte Väter, Brüder und Schwestern!

Herzlich gratuliere ich euch zum großen Fest der Geburt unseres Herrn, Gottes und Erlösers Jesus Christus!

Heute feiert die Orthodoxe Kirche, indem sie uns auf den Glanz dieses großen und heiligen Ereignisses hinweist. Das heilbringende Mysterium der Erscheinung Gottes im Fleisch ist vollbracht und das große und wahre Licht – Christus, unser Gott – ist dem Weltall erstrahlt. Die Welt erfuhr von dem menschgewordenen Gotteskind: der Engel Gottes verkündete in der Weihnacht den Hirten von Bethlehem eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr“ (Lk 2: 10-11). Indem der Herr die menschliche Natur annahm, führt Er uns zurück in die Gemeinschaft mit dem Himmlischen Vater. Die Menschen, die wegen der Sünden ihre Beziehung zu Gott zerstörten, erhalten erneut Anteil an der Gotteskindschaft und die Möglichkeit, in den Mysterien und Gebeten der Kirche die vielfachen Gaben der göttlichen Gnade zu empfangen – wie aus einer belebenden und nicht versiegenden Quelle, die alle nach der göttlichen Wahrheit Dürstende tränkt, so dass sie geistlich wachsen und das ewige Leben erben.

Vor vielen Jahrhunderten bezeugten die Propheten die Geburt des Gottessohnes Christus auf göttliche Eingebung hin, indem sie darauf hinwiesen, dass der Geborene Messias zum Welterlöser wird. Die Erlösung bedeutete, dass den Menschen ihren Widerstand gegen den Willen Gottes vergeben wurde. Sie schenkte den Menschen das Wissen um den wahren Weg. Sie stellte die Ordnung des Seins wieder her, wie sie von Gott bestimmt worden war. Diese heilige Mission konnten die Menschen nicht verwirklichen, indem sie sich nur auf eigene Kräfte stützten, wobei das Übel Teil ihrer Natur wurde. Aber auch Gott, der Allmächtige Schöpfer, konnte die Menschen nicht ohne ihren Willen und ihre Zustimmung retten. Denn sonst wäre jene Freiheit des Menschen verletzt worden, die der Herr selbst in unsere Natur hineingelegt hatte, damit diese sein Ebenbild in sich widerspiegelt.

Die Geburt Christi, die Menschwerdung des Sohnes Gottes, war die Handlung der grenzlosen Göttlichen Liebe. Indem Gott ihr Gesetz zur Grundlage des Seins machte, führt Er es aus: das Leben Jesu Christi war der strahlende Erweis der Liebe, die weder Grenzen noch Schranken kennt. In der Weihnacht trat Gott ins Leben der Menschen in der Gestalt des neugeborenen Kindes, des fragilen und wehrlosen, das nicht in königlichen Gemächern, sondern in einer armseligen Höhle für das Vieh geboren worden war. Dieses Bild seiner Geburt birgt eine große Wahrheit: weder Reichtum noch Kraft und Macht retten die Welt, sondern die Göttliche Liebe, die in ihrer Wehrlosigkeit und Fragilität jede menschliche Kraft übertrifft.

In der Erzählung des Evangeliums von der Geburt wird über die Magier – über die östlichen Weisen erzählt, die nach Bethlehem kamen, um dem Kind Jesus zu huldigen. Und wie sich damals die Sterndeuter auf eine weite Reise begaben, um den neugeborenen Christus zu suchen, so sollen wir dem Weg der Wahrheit und des Lebens folgen, der zum neugeborenen Gotteskind führt. Aus der Nacht und Finsternis der eigenen Seele sollen wir zum Licht des Sternes von Bethlehem gehen, aus der Kälte und der geistigen Armseligkeit zur Wärme und Freude der Göttlichen Liebe.

Heute hören wir in den Weihnachtsgottesdiensten wie einst die Hirten von Bethlehem die Worte des Engelsgrußes: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens“ (Lk 2:14). Diese unsagbare Freude verweilt in unserem Herzen, indem sie uns hilft, durch alle Mühsal des Lebens und alle Prüfungen zu gehen. Sie erinnert uns daran, dass uns der Beistand des Herrn in Freud und Leid immer nahe ist, „denn Gott ist mit uns“ (Jes 8:10).

Ich wünsche heute euch allen, meine im Herrn geliebte Freunde, gesegnete Weihnachten. Im Gebet erbitte ich euch die lichte geistige Freude, die nicht versiegende Hilfe Gottes im Tragen des Kreuzes des christlichen Lebens, Stärke der Kräfte, Frieden und ein langes Leben!

LEONID, Metropolit von Klin,

Patriarchalexarch von Afrika

Weihnachten

2023

Moskau

in Sozialen Netzwerken teilen: